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Tobias Pils

Tobias Pils im Gespräch mit Hildegund Amanshauser
23. Juli 2019 / 19 Uhr

Tobias Pils, Untitled (fathers), 2017, Mischtechnik auf Leinwand
Untitled (fathers), 2017, Mischtechnik auf Leinwand, 202 × 267 cm, Courtesy des Künstlers und der Galerie Gisela Capitain, Köln (DE), Foto: Jorit Aust


Pils’ Bilder sind eine Filmvorführung, die nur aus Auf- und Abblenden besteht, mehr verschwommen als scharf. Dieser Effekt legt unser analytisches Denkvermögen lahm, schärft aber unsere Konzentration und macht uns emotional empfänglicher. (Richard Shiff)

Seine Bilder sind Paradoxe. Jedes Kunstwerk ist zugleich Prozess und Produkt, Gewinn und Verlust, undurchdringlich und transparent, geplant und zufällig. Wir sehen Linien, Raster, Texturen unterschiedlichster Art, kombiniert mit mechanischen und organischen Formen. Gegenständliches wird angedeutet, eine eindeutige Lesbarkeit wird jedoch verhindert. Es bleibt bei Versatzstücken und Fragmenten, die bei den BetrachterInnen willkürliche metaphorische Verbindungen hervorrufen. Ausgehend von einem bestimmten Motiv ist Pils beim Malen seiner Bilder offen für alles, was im Entstehungsprozess geschieht, sodass ihm seine Bilder am Ende im Idealfall selbst fremd erscheinen. Dabei verzichtet Pils auf chromatische Farben und steigert seine Konzentration, indem er ausschließlich mit Grautönen arbeitet. Sie bilden in Pils’ Œuvre ein zentrales Merkmal und erzeugen ganz eigene wie auch eigenartige Stimmungen. Die reduzierte Farbpalette verweist gleichzeitig auf einen konzeptuellen Ansatz, ähnlich dem zur monochromen oder rein gestischen Malerei.

Tobias Pils wird im Gespräch mit Hildegund Amanshauser über unterschiedliche Aspekte seines Œuvres sprechen, über den Produktionsprozess ebenso wie über die Rezeption und seine Ausstellungstätigkeit.

 
Tobias Pils, 1971 in Linz (AT) geboren, lebt und arbeitet in Wien. Seine Bilder sind Paradoxe. Jedes Kunstwerk ist zugleich Prozess und Produkt, Gewinn und Verlust, undurchdringlich und transparent, geplant und zufällig. Wir sehen Linien, Raster, Texturen unterschiedlichster Art, kombiniert mit mechanischen und organischen Formen. Gegenständliches wird angedeutet, eine eindeutige Lesbarkeit wird jedoch verhindert. Es bleibt bei Versatzstücken und Fragmenten, die beim Betrachter willkürliche metaphorische Verbindungen hervorrufen. So wie die Interpretation ihre eigenen Wege geht – abhängig von den intuitiven Eingebungen des Betrachters – ist auch der Malprozess bei Tobias Pils eine Erkundung des Intuitiven. Pils verzichtet auf chromatische Farben und steigert seine Konzentration, indem er ausschließlich mit Grautönen arbeitet.

Einzelausstellungen
2018 Galerie Eva Presenhuber, Kastro, Antiparos (GR). Josef Albers Museum Bottrop, (mit Bernhard Fuchs, Justin Matherly), Bottrop (DE). 2017 Galerie Eva Presenhuber, New York, NY (US). Untitled (Room) & Marfa Paintings, Josef Albers Museum Bottrop, Bottrop. Untitled, Kunsthalle Krems, Krems (AT). Le Consortium, Dijon (FR). 2016 Loge Nr 1, Galerie Gisela Capitain, Köln (DE). Chinati Foundation, John Chamberlain  Building, Marfa, TX (US). Capitain Petzel, Berlin. 2015 Galerie Eva Presenhuber, Zürich (CH). Galerie Gisela Capitain, Köln. 2013 Secession, Wiener Secession, Wien.

Gruppenausstellungen
2018 Le Consortium Collection, Le Consortium, Dijon. Jay DeFeo – The Ripple Effect, Aspen Art Museum, Aspen, CO (US). Smooth Transitions, Galerie Eva Presenhuber, Zürich. Jay DeFeo – The Ripple Effect, Le Consortium, Dijon. Group Show. Galerie Eva Presenhuber, Zürich. 2017 Spiegelnde Fenster, 21er Haus, Wien.

Publikationen
Tobias Pils: Antiparos, DoPe Press, L.A./Paris 2018. Kunsthalle Krems (Hg.): Tobias Pils: Doves, Verlag für moderne Kunst, Wien 2017. Josef Albers Museum Bottrop (Hg.): Tobias Pils. Untitled [Room] & MARFA Paintings, Ausst.-Kat., Koenig Books, London 2017.

 
Tobias Pils
Porträtfoto: Elfie Semotan