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Nadira Husain

19. August 2020 / 19–20 Uhr CEST

Beugen Strecken, 2014, Installationsansicht
Beugen Strecken, 2014, Installationsansicht, Künstlerhaus Bremen, Bremen (DE), Foto: Björn Behrens



Nadira Husain beschreibt ihre künstlerische Praxis als Bâtarde (weibliche Form von Bastard). Der durch diesen Ansatz geschaffene Denkraum hinterfragt und untergräbt ihrer Meinung nach die Normativität der Ideen und der Bildsprache, welche von der westlich geprägten Kunst und Kunstgeschichte geformt und immer wieder verfestigt werden. Bâtarde strebt danach, sich von diesen Strukturen zu emanzipieren und nutzt dazu verschiedene Arten von Hybridität, Mimikry und Ambivalenz.

Husains Bilder vereinen eine Vielzahl von Symbolen und Formen aus verschiedenen Kulturkreisen, wobei stets die Assoziationen zwischen diesen Elementen im Vordergrund stehen. Verweise auf Miniaturen im Mogulstil treffen auf europäische Comics und gesellen sich zu den anthropomorphen Wesen des Furry-Fandom, die in die islamische Kultur des Sufismus eintauchen. Diese begleiten Husain seit ihrer multikulturellen Erziehung und bilden eine polyphone Welt, in der die Künstlerin versucht, die hierarchischen Strukturen der Macht aufzulösen.

Nadira Husain wird ihr Konzept Bâtarde vorstellen. Es ist für ihre Arbeitsweise ebenso spezifisch, wie auch für andere Kernmotive ihrer Praxis, zum Beispiel Femme Fondation. Sie wird sich auch mit dem Konzept der erweiterten Malerei befassen und Fragen zu Begriffen wie Blick, Aneignung, Kulturen der Migration und Feminismus erörtern.

Bitte melden Sie sich für die Teilnahme vor Ort hier an!

Diese Veranstaltung findet auch online statt. Ein Zugangslink wird hier bereitgestellt.
Nadira Husain, 1980 in Paris geboren, arbeitet in Berlin, Paris und Hyderabad (IN). Ihre künstlerische Praxis beschreibt sie als „Bâtarde“ (weiblicher Bastard). Der durch diesen Ansatz geschaffene Denkraum hinterfragt und untergräbt ihrer Meinung nach die Normativität der Ideen und Bildersprache, die von der westlich geprägten Kunst und Kunstgeschichte geformt und wiederholt werden. Bâtarde strebt danach, sich von diesen Strukturen zu emanzipieren und nutzt dazu verschiedene Formen von Hybridität, Mimikry und Ambivalenz.

Husains Bilder vereinen eine Vielzahl von Symbolen und Formen aus verschiedenen Kulturkreisen, wobei stets die Assoziationen zwischen diesen Elementen im Vordergrund stehen. Diese begleiten Husain seit ihrer multikulturellen Erziehung und bilden eine polyphone Welt, in der die Künstlerin versucht, die hierarchischen Strukturen der Macht aufzulösen – mittels Vorder- und Hintergrund, Verdeckung und Skalierung. Husain schafft einen Raum für die harmonische und manchmal dissonante Koexistenz von Figuren und Elementen, die sich sonst nur selten oder gar nicht treen. Ihre Bilder entfalten sich im Raum außerdem als Installationen, in denen der Begri des Zentrums aufgegeben wird. Man kann das als eine erweiterte Form der Malerei betrachten, in der der/die Kunstschaffende den performativen Charakter dieser künstlerischen Praxis aufgreift.

Einzelausstellungen (Auswahl)
2020 TBA, WERK.Sto Preis für Malerei, Heidelberger Kunstverein, Heidelberg (DE). TBA, Galerie Isa, Mumbai (IN). 2019 Blumen und Elefant, Galerie Tobias Naehring, Leipzig (DE). 2018 Pourquoi je suis tout bleu, Villa du parc Annemasse | Centre d’art contemporain, Annemasse (FR).

Gruppenausstellungen(Auswahl)
2019 ACAW Asia Contemporary Art Week, Dubai (AE). Body in Pieces, I 10 | ARTHENA FOUNDATION, Düsseldorf (DE). Doing Deculturalization, Stiung Museion, Bozen (IT). Global National, Haus am Lutzöwplatz, Berlin. 2018 Mess with Your Values, n.b.k., Berlin. Innenleben, Galerie Tobias Naehring, Leipzig. Pissing in a River. Again!, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin. Works on Paper, Galerie Tobias Naehring, Leipzig.

www.nadira-husain.com
Nadira Husain, Porträt
Portraitfoto: privat