Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
Lade Veranstaltungen

Cäcilia Brown/Anna Hofbauer/Mikkel Holm Torp

Minerals and Overalls
26. Juli–22. August 2020

Steinbildhauerklasse 2019
Kurs im Steinbruch Untersberg, 2019, Foto: Mira Turba


Medien
Arbeiten mit Stein, Stahl, Zeichnung, Fotografie, Video, alle Medien willkommen

Ort
Steinbruch Untersberg

Unterrichtssprache
Englisch (die Lehrenden sprechen auch Deutsch, Dänisch, Französisch und Italienisch)

Mitzubringen sind
Wetterfeste Kleidung, Schutzbrille und Arbeitshandschuhe, Ohrenschützer, Staubmaske, feste Arbeitsschuhe (möglichst mit Stahlkappe), Sonnencreme, Badekleidung, Werkzeuge und Material für die jeweilige bevorzugte Technik. Grundlegende Steinwerkzeuge werden zur Verfügung gestellt.

Voraussetzungen
Vorkenntnisse im Bereich Steinbildhauerei sind willkommen, aber keine Voraussetzung.

Maximale Anzahl von Teilnehmenden
12

Teilnahmegebühr
€ 1.240,– (€ 920,–)

Mineralien werden im Gegensatz zu biologischem Leben oft als etwas Totes angesehen – und dennoch interagieren sie auf vielfältige Weise mit uns. Der Steinbruch Untersberg klafft als Lücke an den grünen Abhängen des Untersbergs, wo Stein seit Jahrhunderten das Leben des Menschen und dieser den Stein formt. Der Steinbruch bietet ideale Bedingungen für unterschiedliche Herangehensweisen an das Material sowie an die Landschaft der Steinproduktion.

Das Bewusstsein für die Wechselbeziehung zwischen Material und Ort sowie Ort und Individuen wird erforscht, wobei Stein den Ausgangspunkt bildet. Dieser wird als künstlerisches Material an sich oder in Beziehung zu anderen Materialen oder Medien verstanden.

Im Rahmen dieses Kurses leben und arbeiten die Teilnehmenden und die unterrichtenden KünstlerInnen vier Wochen lang direkt vor Ort. In der Atmosphäre eines Symposiums wird gleichermaßen auf Austausch und individuellen Arbeitsfortschritt Wert gelegt. Wir werden Fragen diskutieren, die sich zu den Themen Gestalt, Oberfläche, Sprache, Ausdrucksformen und Intention ergeben. Die Teilnehmenden können Techniken der Steinbearbeitung erlernen oder verfeinern, die Möglichkeiten und Grenzen von Kalkstein erforschen und die Licht-, Farb- und Textureigenschaften dieses speziellen Materials kennenlernen.

Gegenseitige Hilfe, das Diskutieren von Ideen, möglicherweise die Entwicklung einer kollaborativen Arbeitspraxis bzw. Einzelarbeit sowie die Zubereitung von Speisen und das Bestreiten des Alltags im Steinbruch bilden eine gemeinschaftliche Basis. Es wird Kernarbeitszeiten geben, die je nach Projekt frei angepasst werden können.

Die Studierenden dieses Kurses wohnen und arbeiten in der Regel in den alten ArbeiterInnenhäusern vor Ort. Der Alltag im Steinbruch (kochen, putzen usw.) wird von den Teilnehmenden selbst organisiert. Ab dem Abend des Samstag, 25. Juli, wird für € 7,– pro Nacht eine einfache Unterbringungsmöglichkeit in einem Schlafsaal auf dem Gelände des Steinbruchs angeboten. Der Betrag wird im Vorhinein in Rechnung gestellt.
Cäcilia Brown, 1983 in Sens (FR) geboren, beschäftigt sich in ihren Skulpturen mit dem öffentlichen Raum. In Anspielung auf die Sozioökonomie urbanen Lebens und wachsender Kommerzialisierung des Wohnungsmarktes sind Dachbalken und andere Materialien aus Abrisshäusern das Ausgangsmaterial für Browns jüngste Arbeiten.

Einzelausstellungen (Auswahl)
2018 Es gibt Ecken, aus denen kommt man nicht mehr raus, Gabriele Senn Galerie, Wien. 2017 Spuren der Zeit, Leopold Museum, Wien. Luxusprobleme, Gabriele Senn Galerie, Wien. Normalities, Austrian Cultural Forum, New York, NY (US).

Gruppenausstellungen (Auswahl)
2019 Brown, Meier, Raff, Nicolas Krupp Contemporary Art, Basel (CH). Über das Neue. Junge Szenen in Wien, Belvedere 21, Wien. 2018 Susi klebt sich in die Ecke und schreibt Biedermeier an die Wand, Belvedere 21, Wien. Women of the Town, Laura Mars Gallery, Berlin. Performance – Körper als Kontinuum in der Kunst, Gabriele Senn Galerie, Wien. Space for Kids. WeltTraumStadt, Kunsthalle Wien, Wien.

www.caeciliabrown.net

Anna Hofbauer bewegt sich zwischen Bildhauerei und Fotografie. Oft ist die Struktur ihrer Arbeiten an Erzählformen wie Romane, Tagebücher, Mythen, Essays oder Drehbücher angelehnt. Sie hat an Ausstellungen und Bildhauereiworkshops in Europa und Asien teilgenommen und hält Diashows, welche die Darstellung von Skulpturen und Landschaften mit historischen und laufenden Narrativen von Bildhauerei und Gesellschaft verbinden. Sie ist Mitbegründerin des nichtkommerziellen Ausstellungsraumes BLACKBRIDGE OFF in Peking, wo sie von 2010 bis 2015 Gruppenausstellungen und Filmprogramme kuratierte.

Einzelausstellungen (Auswahl)
2018 BOSCH & HOFBAUER. Anna Hofbauer: Drucke. Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien, Wien. 2017 mein Vulkan bricht nur für dich nicht aus Anna Hofbauer, FOX, Wien. 2016 GHOSTS look somewhat different 2016, A307, Wien. terracotta conflisi. Galerija 42°, Cetinje (ME).

Gruppenausstellungen (Auswahl)
2019 Al fresco, V.esch, Kaltenleutgeben (AT). TWO MEN STANDING. Part 2, Out of Sight, Antwerpen (BE). #oblaka. Dave’s house, Detroit, MI (US). 2018 Newjörg Immendorf, New Jörg, Düsseldorf (DE). Shifting Point(s), periscope, Salzburg (AT). Mittelbau, Skulpturinstitut, Wien.

Publikationen
Anna Hofbauer, Bianca Regl (Hg.): BLACKBRIDGE OFF , Verlag für Moderne Kunst, Wien 2018.

www.annahofbauer.com

Mikkel Holm Torp, geboren 1987 in Frederiksberg (DK), lebt und arbeitet in Kopenhagen und Carrara (IT). Nach seiner Lehre als Steinmetz studierte er an der Accademia di Belle Arti di Carrara. Ausgehend von der historischen Beziehung zwischen Narrativ und Stein konzentriert sich sein Werk darauf, wie die Verfestigung der Vergangenheit in der Entstehung persönlicher Fiktionen sichtbar wird.

www.mikkelholmtorp.com
Portraitfotos Cäcilia Brown, Anna Hofbauer, Mikkel Holm Tort
Portraitfoto Brown: Mischa Leinkauf
Portraitfoto Hofbauer: Dominik Hruza
Portraitfoto Torp: Claus Torp