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Massinissa Selmani

Narrative Praktiken, die Zeichnung als Zeugin
12. August 2019 / 19 Uhr

Massinissa Selmani, Untitled 2 (no plan is foolproof), 2019
Untitled 2 (no plan is foolproof), 2019, Grafit und Buntstift auf Papier, 50 x 65 cm



Massinissa Selmanis Medien sind die Zeichnung und die Animation. Im Kunstgespräch wird er zwei jüngere Projekte präsentieren: In der einen Serie setzt er sich mit der französischen Anarchistin Louise Michel auseinander, die 1904 eine Reihe von Vorträgen in Algerien hielt. Das andere Projekt ist dem Bau von tausend sozialistischen Dörfern im Algerien der 1970er Jahre gewidmet.

Selmani, der selbst in Algerien geboren ist, entwickelte diese Arbeiten ohne direkte Verweise auf historische Archive. Was ihn an den beiden Projekten interessiert, sind Fragen der Erinnerung, der Landverteilung, sozialer Kämpfe und das Verhältnis von Architektur und Macht. Der Möglichkeit der Zeichnung als dokumentarischer Form, die noch viel mehr ausdrücken kann als Worte, gilt sein besonderes Augenmerk. Jenseits kolonialistischer oder postkolonialistischer Fragen geht es um die Spuren und die Resonanz dieser historischen Ereignisse in der Gegenwart. Wenig bekannte Fakten mischen sich mit Geschichte(n), Mythen und Erfindungen und führen so doch zu neuen Einsichten.

 
Massinissa Selmani, geboren 1980 in Algier, lebt und arbeitet in Tours (FR). Ausgangspunkt seiner Arbeiten sind soziopolitische Themen, destilliert aus Zeitungsausschnitten,  die er seit einigen Jahren sammelt. Indem er diese faktischen Elemente ohne logischen Zusammenhangmiteinander kombiniert, schafft Selmani rätselhafte, mehrdeutige Szenen, die den in seinen Zeichnungen dargestellten absurden und komischen Situationen ihren ironisch-tragischen Charakter verleihen. Experimentelle Zeichen- und Animationsverfahren unterstreichen die dokumentarische Dimension der mit der Grenze zwischen Realität und Irrealität, Komödie und Tragödie spielenden Zeichenpraxis, die so typisch für das Werk des Künstlers ist. (siehe www.samartprojects.org/ massinissa-selmani-2/)

Einzelausstellungen
2018 Ce qui coule n’a pas de fin, SAM Art Projects Prize, Palais de Tokyo, Paris. Episode,. École européenne supérieure d’art de Bretagne, Lorient (FR). Poles apart, Muzej afričke umetnosti, Belgrad. 2017 Les choses que vous faites m’entourent, Galerie Anne-Sarah Bénichou, Paris. Même dans la pierre, il y a du sable, Galerie de l’Etrave, Thonon-Les-Bains (FR). Le vent ne veut jamais rester Dehors, Selma Feriani Gallery, Tunis.

Gruppenausstellungen
2018 A Slice through the World: Contemporary Artists’ Drawings, Modern Art Oxford (UK). Drawing Lab: Cinéma d’été. Drawing Lab, Paris. To live in the mediterranean, Institut Valencià d’Art Modern (IVAM), Valencia (ES). Gold, Yutaka Kikutake Gallery, Tokyo. No Looking Back, Okay? , Maribor Art Gallery, Maribor (SI). 2017 Marcher dans le rêve d’un autre, Biennale d’architecture d'Orléans. Frac Centre, Orléans (FR). Tamawuj, 13. Sharjah  Biennale, Sharjah (AE). Drawing Biennial 2017. The Drawing Room, London. I want! I want!: Art & Technology, Birmingham Museum and Art, Birmingham (UK). Where the f*ck is my sock, Akinci Gallery, Amsterdam. Mouvements, Salle des Pavillons, Lyon (FR). The intimate enemy, Pelagica studio and gallery, Mailand (IT).

Publikationen
Ce qui coule n’a pas de fin, Mit Unterstützung des SAM Art Projects Prize, Paris 2018. Poles Apart, Mit Unterstützung des Muzej afričke umetnosti, Belgrad 2018. Bleu comme une orange, Prix Art [ ] Collector, Paris 2016.

 
Massinissa Selmani