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Karin Reichmuth

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5. August 2019 / 19 Uhr

Karin Reichmuth, Á Hreyfingu / In Motion, 2014/2016
Á Hreyfingu / In Motion, 2014/2016, Skulptur aus isländischem Basaltgestein/Platzgestaltung, Hafen Sundahöfn, Reykjavík, Foto: Karin Reichmuth


Karin Reichmuth ist Steinmetzin und Bildhauerin. Ihr künstlerisches Werk ist durch ein hohes handwerkliches Können ebenso gekennzeichnet wie durch einen sehr zeitgenössischen Zugang zu Skulptur und Installation. Die Künstlerin sieht sich selbst manchmal als Nomadin, die mit schwerem Gepäck unterwegs ist, um den flüchtigen Moment einzufangen. Sie befindet sich also in einer widersprüchlichen, gleichsam dynamisch-statischen Situation.

In ihrem Kunstgespräch wird sie sich u. a. mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Ist die Skulptur in der Form gefangen? In welchem Verhältnis stehen Antrieb und Widerstand sowie geistiges und physisches Arbeiten, insbesondere bei der Arbeit mit Stein? Hat die Arbeit am Stein heute eine Außenseiterposition in der zeitgenössischen Kunst inne und wenn ja, warum? Verschwindet das traditionelle Handwerk oder erlebt es vielmehr ein Revival? Welche Rolle spielt die Oberfläche (finitura) für etwas wie die Beseelung der Skulptur? Wie nehmen wir Skulpturen wahr? Wie ist das Verhältnis von Raum, Skulptur und Betrachtenden, wie können sie zusammenarbeiten?

Reichmuth wird über ihre Arbeiten sprechen und auch über die Orte, an denen diese entstehen, wie z. B. Carrara (IT) oder Island.

 
Karin Reichmuth, 1979 in Uznach (CH) geboren, lebt und arbeitet in Goldingen (CH) und Carrara (IT). Nach einer Lehre als Steinmetzin in Winterthur (CH) und Rüti (CH), absolvierte sie ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien mit Auslandsaufenthalt an der Lístaháskoli Reykjavík. Es folgte eine Residency im Skaftfell Center for Visual Art, Seyðisfjörður (IS), ein Stipendium vom Amt für Kultur des Kantons St. Gallen für einen Rom-Aufenthalt und weitere Arbeitsaufenthalte in Reykjavík und Carrara.

Im künstlerischen Schaffen von Karin Reichmuth geht es vorwiegend um Situationen, welche sich durch Ortswechsel ergeben. Schnittstellen zwischen physischen Gesetzen, energetisch aufgeladenen Zuständen und alltäglichen Ereignissen werden so zum Gegenstand ihrer Arbeit. Die Spannung zu einem ursprünglichen Zustand entsteht und scheinbare Gegensätzlichkeiten lösen sich auf: Die Bewegung wird durch die prozessorientierte Arbeit am Stein abgeschlossen. Es bleibt eine Skulptur zurück.

Ausstellungen und Projekte
2018 Kunstspinnerei18, Uznach. 2017 V Simposio Internazionale di scultura a mano, Piazza Duomo, Carrara. 2016 Grosse Regionale, Alte Fabrik, Rapperswil (CH). Me, Nextex, St. Gallen (CH). Just a perfect day, Park und Galerie des Kulturortes Weierthal, Winterthur. Spazio 1929, Lugano (CH). Kunst im öffentlichen Raum im Hafen Sundahöfn, Reykjavík.
Karin Reichmuth
Porträtfoto: Angela Simi