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Flaka Haliti zusammen mit Metahaven und Markus Miessen

JUST BARELY POSSIBLY MAYBE
19. Juli–10. September 2022

(1) Flaka Haliti - Simone Gänsheimer






Für ihre erste Einzelausstellung in Österreich hat die Münchner Künstlerin Flaka Haliti das Designstudio Metahaven und den Architekten Markus Miessen eingeladen, gemeinsam einen sozialen Raum für Kunst zu kreieren, eine Diskurs-Bar. In ihren Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen und Installationen untersucht Haliti eine Welt digitaler Posthumanität. Halitis künstlerisches Werk lässt sich beschreiben als ein „Denken menschlichen Lebens“, dass über sich selbst hinausweist und doch den Konflikt mit der eigenen Materialität nicht scheut.

Künstler*innengespräch
15. August 2022, 19 Uhr

Flaka Haliti im Gespräch mit Metahaven (Künstlerkollektiv, Niederlande).

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr
Samstag, 10 bis 13 Uhr



Flaka Halitis künstlerische Praxis umfasst Mischtechniken, Bildhauerei und Rauminstallationen mit einem dezidiert ortsspezifischen Ansatz. Aneignung und Neuanordnung finden sich in all ihren Arbeiten wieder, wodurch neue ästhetische Muster entstehen. Haliti betont veränderte Wahrnehmungen auf visueller Ebene sowie konzeptionelle Methoden und setzt sich auf diese Weise mit politischen Reflexionen und geopolitischen Fragen auseinander. Vermittelt durch das Sinnliche und durch visuelle Felder werden territoriale Grenzen und Mächte, wie zum Beispiel nationale Grenzen oder die Bestimmungen von Zusammenschlüssen wie der UN oder der Europäischen Union verhandelt. Wichtig ist, dass ihre Arbeiten sich ständig mit der Sprache der Identitätskonstruktion auseinandersetzen, um deren Kategorisierungen von Geschlecht oder Nationalität zu durchbrechen, während sie den Umweg als Handlungsplan des Widerstands einführt. Indem Haliti Zwischenzustände in Anspruch nimmt, hinterfragt sie darüber hinaus humanistische Perspektiven und deren Autoritätsüberrepräsentation und Abstraktion. Dies geschieht nicht nur auf einer visuellen Ebene, sondern auch in einem konzeptionellen Ansatz durch politische Strategien. Ihre Praxis fungiert als ein Dialog zwischen den Begriffen der Abschaffung und der Aneignung. Ersterer lehnt den Standard und die Forderungen des Ordnungssystems ab, während zweiterer eine Anpassung daran vornimmt. Damit eröffnet sie ein Feld für Gegenpoetik als ein fortwährendes Dazwischen innerhalb eines dialektischen performativen Raums.

Die Arbeit von Metahaven besteht aus Filmemachen, Schreiben, Textilkunst und Design. Zu Metahavens Filmen gehören Chaos Theory (2021), Hometown (2018) und Information Skies (2016), nominiert für den Europäischen Filmpreis 2017. Ein bevorstehender Film ist Capture (2022). Metahaven hat an Gruppenausstellungen u. a. im Artists Space, New York, im Museum of Modern Art Warschau, auf der Gwangju Biennale, Gwangju, der Busan Biennale, Busan, der Sharjah Biennale, Sharjah, und im M HKA, Antwerpen, sowie an Einzelausstellungen u. a. im MoMA PS1, New York, Yerba Buena Center for the Arts, San Francisco, Izolyatsia, Kiew, ICA London, e-flux, New York, und State of Concept Athen teilgenommen. Ihre Arbeiten befinden sich unter anderem in den Sammlungen der Sharjah Art Foundation, der National Gallery of Victoria, des MUHKA und des Stedelijk Museum Amsterdam. Zu den jüngsten Büchern gehört Digital Tarkovsky (2018).

Markus Miessen (*1978) ist Architekt, Autor, und Professor an der Universität Luxemburg. Er promovierte bei Eyal Weizman am Goldsmiths College. In der Vergangenheit lehrte er an der AA (London), hatte Professuren an der Städelschule (Frankfurt) und der University of Southern California (Los Angeles) und der HDK-Valand Academy of Art & Design (Göteborg) inne, und war Harvard Fellow (Cambridge). Neben einer Vielzahl von Publikationen ist er der Autor von The Nightmare of Participation (2010) und Crossbenching (2016) und Herausgeber (mit Zoë Ritts) von Para-Platforms (2018). Sein Architekturbüro konzentriert sich auf institutionellen Raum und „spaces of assembly“, arbeitet in enger Kollaboration mit Künstlern wie Hito Steyerl und Flaka Haliti und ist u.a. mit der Rekonzeptualisierung der Räume des Gropius Baus Berlin betraut worden. www.studiomiessen.com