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Leon Kahane

Image and Background
19.–31. Juli 2021

Leon Kahane, Ausstellungsansicht
Jerricans to can Jerry,
Periode 2020
, 2020, 4K Video, 5 Min., 20 Kanister, Ausstellungsansicht.


Kursformat
Hybrider Kurs

Teilnahme
Entweder Festung Hohensalzburg (vor Ort) oder Online*

Unterrichtssprache
Englisch und Deutsch

Mitzubringen sind
Laptop/Tablet mit Kamera und Mikrofon, Kamera oder Mobiltelefon, persönliche Arbeitsmaterialen, Portfolio

Voraussetzungen
Keine

Maximale Anzahl von Teilnehmenden
12 vor Ort, 6 Online

Teilnahmegebühr
€ 640,– (€ 480,–)

Geschichtsschreibung ist ein kontinuierlicher Prozess. Um ein Bild ikonografisch einordnen zu können, muss es seinem historischen Kontext zugeordnet werden. Daher ist es für die Untersuchung eines Bildes, oder jeder Form der Darstellung nötig, die Entstehungsumstände zu kennen.

Kunst kann nicht unabhängig von oder unbeeinflusst von ihren Umständen geschaffen werden; so selbstverständlich das für die rückblickende Betrachtung von Kunst sein mag, so selbstverständlich gilt es auch für die unmittelbare Gegenwart. Wir befinden uns an einem Punkt der Geschichte, in dem das Erkennen von Fakten und Wahrheiten mühsam gegen willkürliche und unbegründete Behauptungen verteidigt werden muss. Für die Kunst (bzw. die Kunstschaffenden) bedeutet dies ebenfalls eine Orientierung, Einordnung und Positionierung innerhalb der Vielzahl von Ikonen, Bildern und Darstellungen.

Die Studierenden in diesem Kurs betrachten die Beziehung der Geschichte und deren kritische Analyse aktueller Dynamiken. Insbesondere lernen sie, welche Rolle Kunst und Kultur in unterschiedlichen Kontexten einnehmen können und welche Einflüsse und Missstände sie zu beachten haben. In Gruppen- und Einzelgesprächen erörtern wir mit den Studierenden formale und thematische Ansätze.

Ziel des Kurses ist es, einerseits herauszufinden, welche Bedeutung zeitgenössische Kunstpositionen haben. Andererseits sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, Methoden zu entwickeln, um eine solche Positionierung klarer zu etablieren, einzuordnen und zu halten.

*Wenn nötig, findet der Kurs ausschließlich online statt.

 
Leon Kahane wurde 1985 in Ostberlin geboren. Die hermetisch abgeriegelte DDR seiner frühen Kindheit besteht nicht mehr. Seine Großeltern wuchsen im Berlin der 1920er und 1930er Jahre auf. Als Juden mussten sie vor Pogrom und Vergasung fliehen, aber sie leisteten Widerstand und kämpften für die französische Résistance. Nach Krieg und Vernichtung kehrten sie in die von den Sowjets okkupierte Zone zurück. Obwohl die DDR auf der Idee des Antifaschismus basierte, traf Kahanes Familie auch dort auf die tiefsitzenden Ressentiments einer Nachfolgeschaft des Nazi-Reichs.

Kahanes beruflicher Hintergrund liegt in den Bereichen Film und Fotografie. In seiner künstlerischen Arbeit bezieht er sich sowohl auf Biografien als auch aktuelle politische Diskurse und Dynamiken. Vor allem ihre soziokulturelle Verortung ist von zentraler Bedeutung für seinen künstlerischen Ansatz, der eine Form der Kulturkritik darstellt.

Ausstellungen
2019 Sag Shibbolet, Jewish Museum Munich, München (DE). Tell me about yesterday tomorrow, NS-Doumentationszentrum München. 2018 Sag Shibbolet, Jüdisches Museum Hohenems (AT). Brauchen wir einen linken Populismus?, ACUD GALERIE, Berlin. Der Wert der Freiheit, Belvedere 21, Wien. 2017 ars viva 2017, Kölnischer Kunstverein, Köln (DE). How to live together, Kunsthalle Wien. Conditions of Political Choreography, NBK, Berlin. Dejima, GAK, Bremen (DE). Belonging to a Place, Scrap Metal Gallery, Toronto (CA) 2016 For Official Use Only, GFZK Leipzig (DE). L’exposition Imaginaire, Kunsthalle Wien. ars viva 2017, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg (DE). Pas de Deux, Kunsthalle Wien. 2015 Republic of Boxes, uqbar, transmediale, Berlin. The Future of Memory, Kunsthalle Wien. How to Live Together, 6. Moskau Biennale, Moskau. 2014 Disappearing Things, 55th October Salon, Belgrad. 2013 The World Is Stable Now, Galerie Alexander Levy, Berlin. Idiopolis, ReMap 04, Athen. Seen By, Museum für Photographie, Berlin. 2012 The History of Now, F-Stop Festival für Fotografie, Leipzig (DE). Desertmed, nGbK, Berlin. 2011 Exit Strategies mit Fabian Bechtle, Artitude e.V., Berlin. Melanchotopia, Kunstinstituut Melly (vormals Witte de With), Rotterdam (NL). 2010 Abschlussausstellung Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin. Glaube Liebe Hoffnung, Palais of c/o Berlin.

Ausbildung
2018 Gründung des Forum demokratische Kultur und zeitgenössische Kunst
2014 Residency in Hongkong
2011–2014 Assistent von Hito Steyerl
2010 Assistent von Wolfgang Tillmans
2010 (laufend) Studium an der Universität der Künste, Institut für bildende Kunst, Berlin
2007–2010 Studium der Fotografie an der Ostkreuzschule, Berlin.
Leon Kahane
SUMMERACADEMY. AT19/07–28/08/2021

EDUCATION / RESEARCH / ARCHIVE / CYBERSPACE / SPATIAL
PRACTICE / HISTORY / COMMUNITY / CREATIVITY / GAME