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Leon Kahane

Witnessing Loss: Memory and Culpability
1.–13. August 2022

Leon Kahane, Alfred Nimal 1922-1944, 2019
Leon Kahane, Alfred Nimal 1922-1944, 2019


Medien
Fotografie / Film / Video, Installation / Mixed Media, Theory / Praxis

Teilnahme
Entweder Festung Hohensalzburg (vor Ort) oder online

Unterrichtssprache
Englisch

Mitzubringen sind
Laptop/Tablet mit Kamera und Mikrofon, Kamera oder Mobiltelefon, persönliche Arbeitsmaterialen, Portfolio

Voraussetzungen
Keine

Maximale Anzahl von Teilnehmenden
20

Teilnahmegebühr
€ 640,– (€ 480,–)

Wenn sich die Frage stellt, wie man historischen Ereignissen wie Sklaverei, Kolonialismus und Krieg gedenken soll, stellt sich immer auch die Frage, wie ein Bild der Schuld gezeichnet wird.

In diesem Kurs werden Studierende in kulturellen Diskursen zu Archiven und Erinnerung verweilen und betrachten welche Rolle künstlerische Bilder innehaben. Das Schuldbewusstsein ist ein zentraler Punkt, der für die Entwicklung von Kultur- und Kulturtechniken wichtig ist. Durch dieses kann eine Gesellschaft geformt werden sowohl von den Opfern als auch von den Tätern.

Wir befinden uns in einem Moment der Moderne, in der die Anerkennung von historischen Fakten gegen willkürliche Gegeninterpretationen zu verteidigen ist. Für Künstler*innen heißt das, aus einer Fülle von Informationen und Diskursen auszuwählen, diese einzuordnen und sich in ihrer Arbeit dazu aktiv zu verhalten. In welchem Verhältnis stehen Geschichte und ihre Aufarbeitung zu aktuellen gesellschaftlichen Dynamiken? Was wollen wir als Künstler*innen dazu beitragen und wie lassen sich diese Auseinandersetzungen in Fotografie und Film materialisieren? Und wie nachfolgend durch Display und Ausstellung in den öffentlichen Diskurs zurückspielen.

Studierende lernen, welche Rollen Kunst und Kultur einnehmen und welche Zuschreibungen oder Instrumentalisierungen damit einher gehen können. Gruppen- und Einzelgesprächen geben Studierenden Raum ihre Ideen und Projekte künstlerisch oder diskursiv weiterzuentwickeln.
Leon Kahane, geboren 1985 in Berlin, schafft konzeptuelle Videoarbeiten, Fotografien und Installationen, in denen Themen wie Migration, Identität und die Auseinandersetzung mit Mehr- und Minderheiten in einer globalisierten Gesellschaft im Zentrum stehen. Fokus seines Interesses sind häufig die geopolitischen und sozialen Veränderungen der jüngeren Vergangenheit. Immer wieder lenkt er die Aufmerksamkeit auf Ereignisse und Institutionen, in denen der Geschichte innewohnende Widersprüche zum Ausdruck kommen. Sie spiegeln historische, politische und ökonomische, aber auch biografische Aspekte wider, die er in seinen Arbeiten aufgreift und verarbeitet. 

Vor allem die soziokulturelle Verortung  aktueller politischer Diskurse und Dynamiken ist von zentraler Bedeutung für seinen künstlerischen Ansatz, der eine Form der Kulturkritik darstellt.

Ausstellungen
2021 Les Drancéens, Kunst im Traklhaus, Salzburg (AT). 2020 Jerricans to Can Jerry, Leipzigerstrasse 61, Berlin. 2019 Sag Shibbolet, Jewish Museum Munich, München (DE). Tell me about yesterday tomorrow, NS-Doumentationszentrum München. 2018 Sag Shibbolet, Jüdisches Museum Hohenems (AT). Brauchen wir einen linken Populismus?, ACUD GALERIE, Berlin. Der Wert der Freiheit, Belvedere 21, Wien. 2017 ars viva 2017, Kölnischer Kunstverein, Köln (DE). How to live together, Kunsthalle Wien. Conditions of Political Choreography, NBK, Berlin. Dejima, GAK, Bremen (DE). Belonging to a Place, Scrap Metal Gallery, Toronto (CA) 2016 For Official Use Only, GFZK Leipzig (DE). L’exposition Imaginaire, Kunsthalle Wien. ars viva 2017, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg (DE). Pas de Deux, Kunsthalle Wien. 2015 Republic of Boxes, uqbar, transmediale, Berlin. The Future of Memory, Kunsthalle Wien. How to Live Together, 6. Moskau Biennale, Moskau. 2014 Disappearing Things, 55th October Salon, Belgrad. 2013 The World Is Stable Now, Galerie Alexander Levy, Berlin. Idiopolis, ReMap 04, Athen. Seen By, Museum für Photographie, Berlin. 2012 The History of Now, F-Stop Festival für Fotografie, Leipzig (DE). Desertmed, nGbK, Berlin. 2011 Exit Strategies mit Fabian Bechtle, Artitude e.V., Berlin. Melanchotopia, Kunstinstituut Melly (vormals Witte de With), Rotterdam (NL). 2010 Abschlussausstellung Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin. Glaube Liebe Hoffnung, Palais of c/o Berlin.

Ausbildung
2018 Gründung des Forum demokratische Kultur und zeitgenössische Kunst
2014 Residency in Hongkong
2011–2014 Assistent von Hito Steyerl
2010 Assistent von Wolfgang Tillmans
2010 (laufend) Studium an der Universität der Künste, Institut für bildende Kunst, Berlin
2007–2010 Studium der Fotografie an der Ostkreuzschule, Berlin.
Leon Kahane
Foto: Hermann Bredehorst