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Ekaterina Shapiro-Obermair

Gedruckte Welten
22. Juli–10. August 2019

Ekaterina Shapiro-Obermair, Assumptions
Assumptions should not necessarily be realistic as long as they do right predictions, 2018, verschiedene Medien, 125 × 125 × 58 cm, Foto: Kunstraum SUPER / Rainer Stadlbauer


Medium
Druckgrafik, verschiedene Techniken (Radierung, Aquatinta, Siebdruck, Holzschnitt), Zeichnung, Collage, Fotografie


Ort
Festung Hohensalzburg

Unterrichtssprache
Englisch (die Lehrende spricht auch Deutsch und Russisch)

Mitzubringen sind
Zeichenutensilien, mit denen Sie gerne arbeiten, falls vorhanden Digitalkamera, eigener Laptop

Voraussetzungen
Bereitschaft, neue Arbeiten zu entwickeln, Offenheit zu Kooperation und Austausch

Maximale Anzahl der Teilnehmenden
15

Co-Lehrender
Gleb Amankulov

Teilnahmegebühr
€ 950,– (€ 710,–)

Die Herstellung von Bildern ist unweigerlich an bestimmte Technologien gebunden. Diese definieren nicht nur ihre Erscheinung, sondern auch ihre Inhaltlichkeit. Die den Druckmedien eigene Möglichkeit zur Vervielfältigung verändert radikal den Modus Operandi sowie die Bedeutungen von Bildern und ist für deren politische Dimension bestimmend.

Der Kurs beschäftigt sich mit der Frage, welcher Materialität es bedarf, damit eine Idee in ein Kunstobjekt überführt wird. Welche Transformationsprozesse erlebt ein Konzept, bis es seine Umsetzung findet? Und welche zusätzlichen Eigenschaften bekommt ein Werk, wenn der handwerkliche Aspekt seiner Herstellung von entscheidender Bedeutung für sein Wesen ist?

Es werden nach Bedarf Einführungen in Hoch- und Tiefdruckverfahren wie Radierung, Holzdruck sowie Siebdruck angeboten. Die Auseinandersetzung mit diesen Techniken soll eine Grundlage bieten, sich bildnerisch mit komplexen Fragen der Gegenwart zu befassen. In regelmäßigen Gruppendiskussionen werden sowohl der Austausch untereinander gefördert, als auch neue Impulse für individuelle Fragestellungen gegeben, aber auch die intensive Zeit der Produktion vor Ort reflektiert.
Ekaterina Shapiro-Obermair, 1980 in Moskau geboren, lebt und arbeitet seit 2004 in Wien. Sie erhielt 2018 das Staatsstipendium des Bundeskanzleramtes Österreich, 2017 den Preis der Landeshauptstadt Innsbruck im Rahmen des 35. Österreichischen Grafikwettbewerbs, den Theodor Körner Förderpreis, 2015 den Chimera Art Award in Budapest und 2014 ein Jahresstipendium der Pollock-Krasner Foundation, New York, NY (US). Ekaterina Shapiro-Obermair arbeitet mit unterschiedlichen Medien, wobei ein Bezug zur Grafik in all ihren Projekten immanent ist. Themen ihrer Arbeiten sind Aneignungen von historischen Narrativen, das Hantieren mit postfaktischem Wissen sowie Wechselbeziehungen zwischen Form und Ideologie. Ihr Fokus liegt dabei oft auf verschiedenen Aspekten der sowjetischen und postsowjetischen Kunst und Kultur, aber auch auf einer medienreflexiven Auseinandersetzung mit dem Modernismus und der Abstraktion.

Einzelausstellungen
2018 Anschluss (gemeinsam mit Hannes Zebedin), Ve.Sch kunstverein, Wien. 2016 Double Bind, Ani Molnár Gallery, Budapest. 2015 Chimera Art Award, Chimera Project Gallery, Budapest. 2012 Sprechen Sie mit dem Fahrer, damit er nicht einschläft!, Galerie 5020, Salzburg (AT). us and them, Ve.Sch, Wien.

Gruppenausstellungen
2018 Re-Appropriating History, FLUC, Wien. 2017 Genosse. Jude. Wir wollten nur das Paradies auf Erden, Jüdisches Museum Wien, Wien. 35. Österreichischer Grafikwettbewerb, Galerie im Taxispalais, Innsbruck (AT). 2015 Beyond the Obvious – Contemporary Women Artists from CEE, Deák Erika Galéria, Budapest. Tales of Two Cities, Jüdisches Museum am Judenplatz, Wien. 2014 Tales of Two Cities, Moskauer Museum für zeitgenössische Kunst, Moskau. [silence] – A Holocaust Exhibition, Ludwig Múzeum Budapest, Budapest. 2012 Critical Alliances, Croatian Association of Visual Artists (HDLU), Zagreb.

Publikationen
Patrick Urwyler (Hg.): Award Winners Exhibition 2015, Ausst.-Kat., Chimera-Project Gallery, Budapest 2016.
Astrid Peterle (Hg.): Tales of 2 Cities, Ausst.-Kat., Jewish Museum Vienna, Wien 2015.
Katalin Timár (Hg.): [silence] – A Holocaust Exhibition, Ausst.-Kat., Ludwig Múzeum Budapest, Budapest 2014.
Katharina Ritter, Ekaterina Shapiro-Obermair, Dietmar Steiner, Alexandra Wachter: Sowjetmoderne 1955–1991. Unbekannte Geschichten, Park Books-Verlag, Zürich 2012.
Ekaterina Shapiro-Obermair, Wolfgang Obermair (Hg.): Das große Moskau, das es niemals gab, schlebruegge.editor, Wien 2008.

www.ekaterina-shapiro-obermair.org

 
Ekaterina Shapiro-Obermair
Porträtfoto: Vera Undritzova