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Ho Tzu Nyen mit Jan Gerber & Sebastian Lütgert

Dictionaries and Aporias
2.–14. August 2021

Ho_Tzu_Nyen video still
The Cloud of Unknowing, 2011, HD Projektion, 13 Kanal-Ton, Nebelmaschinen, Flutlichter, Videostandbild.


Kursformat
Hybrider Kurs

Teilnahme
Entweder Festung Hohensalzburg (vor Ort) oder Online*

Unterrichtssprache
Englisch

Mitzubringen ist
Computer/Laptop mit Kamera, Mikrofon und Tastatur, Kopfhörer, beliebige Zeichenmaterialien (physische oder digitale Oberflächen), Text- oder anderes Material

Maximale Anzahl von Teilnehmenden
12 vor Ort, 6 Online

Teilnahmegebühr
€ 640,– (€ 480,–)

In diesem Kurs entwickeln die Studierenden ein praktisches Verständnis für rekombinatorische Filmkunst: datenbankgestützte audiovisuelle Kunstwerke, die durch algorithmisches Aufrufen und Zusammensetzen von digitalem Filmmaterial neue Narrative erzeugen – aber auch Listen, Karten oder Wörterbücher. Wir sehen uns Filmtheorien und die Technik der Montage, von Bildern zwischen Bildern, genauer an. Dabei erkunden wir, welche Möglichkeiten sich – ob konkret oder vorstellbar – ergeben, wenn wir einen Teil der kreativen Schnittarbeit Computerprogrammen überlassen.

Den ganzen Kurs über beschäftigen sich die Studierenden mit einer Vielzahl von audiovisuellen Archiven und Datensätzen, steuern eine eigene Auswahl von Online-Materialien bei, experimentieren mit computergestützter Bildanalyse, skizzieren einzeln oder gemeinsam konkrete Projekte. Dadurch entwickeln sie ein Gespür für das Vokabular und die Bildsprache, die rekombinatorischen Videoarbeiten zugrunde liegen und auch aus ihnen entstehen. Wir untersuchen auch eine Auswahl an „früherer Kunst“ auf diesem Gebiet, mit gelegentlichen Exkursen in die Bereiche Found-Footage-Film, interaktive Videokunst und Computerspiele. Die Studierenden entwickeln dabei eine kritische Sicht auf algorithmische Medienkunst und „künstliche Intelligenz“ als künstlerischer Tropus und technologisches Paradigma.

*Wenn nötig, findet der Kurs ausschließlich online statt.

 
Ho Tzu Nyen macht Filme, Installationen und Performances. Als Ausgangspunkt steht jeweils eine Auseinandersetzung mit historischen und theoretischen Texten. Seine jüngsten Arbeiten handeln von metamorphen Figuren, wie dem Wertiger (One or Several Tigers, 2017) oder dem Dreifachagenten (The Nameless, 2015). Sie sind unter der Rubrik The Critical Dictionary of Southeast in einem fortlaufenden Meta-Projekt zusammengefasst, das einen Algorithmus nutzt, um Inhalte online zu archivieren.

Einzelausstellungen
2019
Edith-Russ Haus für Medienkunst, Oldenburg (DE). 2018 Kunstverein, Hamburg (DE). 2018 Ming Contemporary Art Museum, Shanghai (CN). 2015 Guggenheim, Bilbao (ES). 2012 Mori Art Museum, Tokyo. 2011 Ho Tzu Nyen vertrat Singapur bei der 54. Biennale di Venezia, Venedig (IT).

Gruppenausstellungen
2019
Aichi Triennale, Aichi (JP). 2018 12. Gwangju Biennale, Gwangju (KR). 2017 2 or 3 Tigers, Haus der Kulturen der Welt, Berlin. 2014 10. Shanghai Biennale, Shanghai. 2014 2. Kochi-Muziris Biennale, Kochi (IN).

Seine Theaterarbeiten wurden auf verschiedenen Festivals gezeigt: 2020 und 2018 Holland Festival, Amsterdam. 2020 und 2014 Wiener Festwochen, Wien. 2010 Theater der Welt, Mülheim an der Ruhr (DE). 2006, 2008 und 2010 KunstenFestivaldesArts, Brüssel.

Seine Filme wurden auf den Filmfestspielen in Berlin, Sundance (US), Cannes (FR) und Venedig gezeigt. Gemeinsam mit dem taiwanesischen Künstler Hsu Chia-Wei kuratierte er die 7. Asian Art Biennale mit dem Titel The Strangers from Beyond the Mountain and the Sea im National Taiwan Museum of Fine Arts.

Ho Tzu Nyen erhielt ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdiensts für ein Studium in Berlin und wurde mit dem Hauptpreis des Asia Pacific Breweries Foundation Signature Art Prize ausgezeichnet.

Jan Gerber und Sebastian Lütgert leben in Berlin und arbeiten als Künstler und Programmierer. Über die letzten zwei Jahrzehnte haben sie eine Vielzahl von kollaborativen Projekten ins Leben gerufen – von gemeinsamen Arbeitsräumen, über Online-Archive und Konferenzreihen bis hin zu Software-Plattformen –, die an den Schnittpunkten von Kunst, Politik und Technologie angesiedelt sind. Sie sind Mitgründer von: The Pirate School (seit 2020), Wiederaufbau für Kreditanstalt (2007), Amerikanische Botschaft (2005), Pirate Cinema Berlin (seit 2004) and Bootlab (2000-2007). Zudem haben sie die Medienarchiv-Plattform pan.do/ra (seit 2012) entwickelt.

Ausstellungen
2021 
Feral Methods, nGbK, Berlin. 2020 Zin Ex: From Abstraction to Algorithm, Tabakalera, San Sebastian (ES). Sebastian Lütgert: No-Show, Edith-Russ Haus, Oldenburg. Bärenzwinger, Berlin. Transmediale, Berlin. 2019 Open Scores, panke.gallery, Berlin. A Cinematic Museum of the Everyday, NextMixing, Shanghai. Screenshots: Desire and Automated Image, Galleri Image, Aarhus (DK). 2018 Berlin: Zentrum der Netzkunst, panke.gallery, Berlin. Between Points, Supportico Lopez, Berlin. Open Codes, Max Mueller Bhavan, Mumbai (IN). 2017 Kiev Biennale, Kiev. The School of Everything, documenta 14, Kassel (DE), Athen. Taylor Macklin, Zürich (CH). 2015 Istanbul Biennale, Istanbul (TR). 2014 Public Library, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart (DE). 2012 Poor Man's Expression, Artists Space, New York, NY (US). Center for Contemporary Art, Tiflis. 2010 Speak Memory, Townhouse, Kairo. Homeworks, Beirut.

Archivprojekte
2021 
The New Abécédaire: A Dictionary of 2020, https://798.ma/abc. 2019 Leftovers (mit MayDayRooms, London), https://leftove.rs. 2018 Fwd: Re: Archive (mit CAMP, Mumbai), https://studio.camp/events/Fwd:Re:Archive. CineMuseSpace (mit der University of Cambridge) https://www.cinemusespace.arct.cam.ac.uk. 2017 858.ma (mit Mosireen, Kairo), https://858.ma. The Critical Dictionary of South-East Asia (mit Ho Tzu Nyen), https://cdosea.org. 2014DAU media archive (mit Phenomen Films, London), http://dau.com. Bak.ma (with Videooccupy, Istanbul), https://bak.ma. Turkishcine.ma (mit der Bilkent Universität, Ankara), https://turkishcine.ma. 2013 Indiancine.ma (Bangalore, Calcutta, Delhi, Mumbai), https://indiancine.ma. 2011 Properties of the Autonomous Archive (mit CAMP, Mumbai), https://studio.camp/events/propertiesofthearchive. 2008 Pad.ma (mit CAMP, Mumbai), https://pad.ma. 2007 0xDB, https://0xdb.org. The Oil of the 21st Century (Amsterdam, New York, Berlin, Mumbai), https://oil21.org. 2006 Dictionary of War (Frankfurt, München, Graz, Berlin, Novi Sad, Gwangju, Bozen, Taipei, New York), https://dictionaryofwar.org.
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