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Marina Fokidis

Alles, was Sie schon immer über das Kuratieren wissen wollten, und ein paar Fragen
20.–29. Juli 2020

Ping Pong Performance, Klasse Marina Fokidis
Lena Moscha in Kostas Tsioukas Dance Companys Partitur für die Eröffnung der Kunsthalle Athena, 2010, Performance und Tischtennis. Im Hintergrund: Matthieu Laurette, Opportunities, Let’s Make Lots of Money, 2005, Installationsansicht aus THE BAR, Kunsthalle Athena, Athen, 2010, Foto: Anneta Papadatou


Medium
Kuratorische Praxis und Theorie

Ort
Festung Hohensalzburg

Unterrichtssprache
Englisch (die Lehrende spricht auch Griechisch und Französisch)

Mitzubringen sind
Laptop, Stift und Notizbuch; Lieblingslektüre; viele Fragen, bequeme Schuhe

Voraussetzungen
Keine

Maximale Anzahl von Teilnehmenden
20

Co-Lehrende
Eleanna Papathanasiadi

Teilnahmegebühr
€ 616,– (€ 488,–)

Wie können wir in Zeiten einer wiederkehrenden Hyperkörperlichkeit gemeinsam „kuratieren“? Wie hat sich die Rolle von KuratorInnen, des „Museums“ oder jeglicher Art von Kunstinstitution in den letzten zwanzig Jahren verändert? Welche Art von Ausstellungen oder anderen Projekten könnten und sollten heutzutage durchgeführt werden? Für wen kuratieren wir und wem gegenüber sind wir verantwortlich? Funktioniert die architektonische Form von Ausstellungen noch? Welche Rolle spielt die zeitgenössische Kunst bei der Schaffung einer demokratischen Öffentlichkeit? Wie können wir voneinander lernen? Wer braucht uns KuratorInnen überhaupt?

Der Kurs, der darauf ausgelegt ist, so viele Fragen wie möglich zu formulieren, wird die sich ständig verändernde Natur der kuratorischen Praxis innerhalb des schnellen sozioökonomischen, politischen und ökologischen Wandels unserer Zeit untersuchen. Eine Reihe von Lesungen und Gesprächen und Gastvorträgen lädt die Teilnehmenden zur Reflexion über kuratorische Methoden und Problemstellungen ein. Ziel ist es, einen Katalog von zehn Grundfragen (in Analogie zu den zehn Geboten) zu formulieren, der kuratorische Forschung und Praxis erleichtert und unterstützt. Dieser „Dekalog“ wird auf von den Teilnehmenden ausgewählte Weise visualisiert und öffentlich präsentiert.

Der Kurs beinhaltet Gruppenlesungen, Seminare, Präsentationen von GastkuratorInnen und einige Exkursionen, gefolgt von Diskussionen und individuellen Tutorials. Die Teilnehmenden können sich dafür entscheiden, in kleineren Gruppen oder gemeinsam an der Gestaltung ihres Abschlussprojekts/-konzepts zu arbeiten.
Marina Fokidis lebt und arbeitet als Kuratorin und Autorin in Athen. Sie ist Gründerin der Kunsthalle Athena und der Kunst- und Kulturzeitschrift South as a State of Mind. 2014 wurde sie Leiterin des Künstlerischen Büros Athen und kuratorische Beraterin der documenta 14.

2011 co-kuratierte sie die dritte Thessaloniki Biennale of Contemporary Art. Sie war Kommissarin und Kuratorin des Griechischen Pavillons auf der 51. Biennale di Venezia (2003) und eine der KuratorInnen der T.I.C.A.B. – Tirana International Contemporary Art Biannual 1 (2001). Sie war assoziierte Kuratorin des Kunstraums Pythagorion der Schwarz Foundation, für den sie Einzelausstellungen mit neu in Auftrag gegebenen Arbeiten von Slavs and Tatars (2013) und Nevin Aladağ (2014) betreute. Von 2001 bis 2008 diente sie als Co-Direktorin von Oxymoron, einer Athener Non-Profit-Organisation zur Förderung zeitgenössischer bildender Kunst in Griechenland auf internationaler Ebene.

Fokidis hat international mehrere Ausstellungen kuratiert und für verschiedene Kunstpublikationen wie Frieze, artagendaARTINFO oder Manifesta Journal gearbeitet. Sie war Jurymitglied für verschiedene Preise wie den Preis der Nationalgalerie 2019, Videobrasil 2017, BES Revelação 2013 – Museu Serralves oder den 2013 Furla Art Award.

Publikationen
Marina Fokidis, „Learning from Athens – A Working Title and a Working Process for documenta 14 in Athens and Kassel“, in: Joasia Krysa (Hg.): The Biennial Condition: Stages #6, Liverpool Biennial, 2017.
Marina Fokidis, „Kunsthalle Athena, The Institution as a Performance“, in: João Mourão, Luís Silva: Performing the institution(al) – Volumes 4 & 5, Cura Books & Kunsthalle Lisbon 2016.
Marina Fokidis, „Sierra_Oscar_Uniform _Tango_Hotel“, in: Galit Eilat, Nuria Enguita Mayo, Charles Esche, Pablo Lafuente, Luiza Proença, Oren Sagiv, and Benjamin Seroussi (Hg.): Making Biennials in Contemporary Times, Essays from the World Biennial Forum 2, Onlinepublikation 2014.
Marina Fokidis, „Hijacking Cultural Policies“, in: Judith Kapferer (Hg.): The State and the Arts. Articulating Power and Subversion, Berghan Books, New York 2008.
Marina Fokidis: „Kniing the Egnatia Road“, in: Scott McQuire, Nikos Papastergiadis (Hg.), Empires Ruins and Networks: The Transcultural Agenda in Art, River Oram Press, London 2005.

www.documenta14.com
www.southasastateofmind.com
www.kunsthalleathena.org
Marina Fokidis
Portraitfoto: Evangelia Kranioti