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(in the still of the night)


Eine Ausstellung des Fotohof
9. August–25. November 2018 / 20 Uhr

Fotohof, Inge Morath-Platz 1,
Salzburg
Anne Heinlein, Jahrsau. Erstmals urkundlich erwähnt: 1390
Anne Heinlein, Jahrsau. Erstmals
urkundlich erwähnt: 1390
, Gewüstet: 1970,
2008


Die Ausstellung (in the still of the night) versammelt Werke, welche sich mit Fragen nach politischer Macht und Repression vor dem Hintergrund globaler Konflikte auseinandersetzen.

In Ahlam Shiblis Occupation (2016/17) wird die Stadt al-Khalil/Hebron zum Dreh- und Angelpunkt einer kritischen Analyse des dauerhaft gewordenen Ausnahmezustands. Die palästinensische Künstlerin zeigt engste, von der gewaltsamen Teilung gezeichnete, urbane Räume. Die Zeichen von Besetzung und Kontrolle, Wachtürme, Mauern, Zäune, Kameras und Straßensperren scheinen paradoxerweise den Blick freizugeben auf die asymmetrisch verlaufenden Beziehungen der sich entgegenstehenden Bevölkerungsgruppen.

Das deutsche Künstlerduo Anne Heinlein und Göran Gnaudschun erzählt in Wüstungen (2016) von Orten, deren Lage an der innerdeutschen Grenze ihre Schleifung und die erzwungene Umsiedlung ihrer EinwohnerInnen zur Folge hatte. Der freie Umgang mit großformatigen Fotografien, Dokumenten, Gesprächen mit ZeitzeugInnen und eigenen Texten lässt dabei eine künstlerische Form von Geschichtsschreibung entstehen, welche Zeit und Erinnerung, aber auch das Wirken politischer Interessen, von Macht und Repression auf Individuen und deren Identität thematisiert.

Der britische Künstler Edmund Clark wiederum zeigt in Control Order House (2011) eine extreme Form staatlicher Kontrolle. So ist es den britischen Behörden seit 2005 erlaubt, Terrorverdächtige für unbestimmte Zeit und ohne Angabe von konkreten Beweisen „festzusetzen“. 2011 erhält der Künstler Zugang zu einem, für diesen Zweck genutzten, Wohnobjekt. Eine fotografische Dokumentation des Vorgefundenen wird zur genauen Beschreibung dieser speziellen Form von Haft und Kontrolle.

Dem aus Syrien stammenden Künstler Hrair Sarkissian dient in Homesick (2014) wiederum ein Modell seines Elternhauses in Damaskus zu einer sehr persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, dem Krieg und einer ungewissen Zukunft.

Kuratiert von Peter Schreiner und Nadine Weixler
Eröffnung
Donnerstag 9. August 2018 / 20 Uhr

Ausstellungsdauer
10. August–29. September 2018

Öffnungszeiten
Dienstag–Freitag 15–19 Uhr
Samstag 11–15 Uhr