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Ziad Abillama, Pourquoi n’arrêtes-tu pas de mourir?, 2005, Videostill Courtesy Ziad Abillama

Woche 3 / Montag 31. Juli–Sonntag 06. August

Ghalya Saadawi

03.08.2017 19:00 / Von Geo zu Tempo – das „Lokale“ in der transnationalen Gegenwartskunst
Ort: Galerie 5020
  • Sprache: Englisch
    Adresse: Residenzplatz 10, 5020 Salzburg

    Wollen wir uns den geografischen und identitären Paradoxa stellen, die in der globalen, transnationalen Gegenwartskunst am Werk sind, müssen wir uns wieder der Zeit zuwenden. Und wenn wir uns weiterhin über unsere Lokalität äußern sollen, benötigen wir dazu ein besseres theoretisches Rüstzeug, damit wir die völlige Ablehnung, Instrumentalisierung, ahistorisches Denken oder Pastiche umgehen können.


    Der Vortrag handelt davon, wie die Kunst in Beirut im Lauf der jüngsten Geschichte zunehmend und symptomatisch zu einer transnationalen Kategorie und einem Kuriositätenkabinett geworden ist, das gleichermaßen Kapital aus seiner Lokalität wie aus seiner Transnationalität schlägt – ohne etwas über das eine oder andere zu sagen. Der Vortrag betrachtet Kunst in/aus Beirut, insofern sie sich im Rahmen der Globalisierung auf diese Totalität zubewegt, eher als Sensor eines Symptoms denn als Artefakt, als etwas, das nicht räumlich, sondern historisch und infrastrukturell gedacht werden muss. Ich werde aufzeigen, unter welchen Bedingungen Globalisierung in der Kunst durch das Lokale (oder lokal Transnationale) verstanden und zugleich über künftiges Tun/Denken auf eine Art und Weise nachgedacht werden kann, die nicht zu vereinfachend ist oder sich einem vorgegebenen Pauschalbegriff des Globalen im Kapitalismus fügt. Der Vortrag skizziert das Kunstgeschehen in Beirut also ohne unnötige Überblicke, aber unter eingehender Beachtung transnationaler und neoliberaler Kunstdiskurse und -praktiken.