Die Gesprächsreihe Von Attitüden zur Form und immer weiter
untersucht grundlegende Strategien und Systeme, die die Kunst der
Gegenwart und ihre Vermittlung - hier gefasst als kritische
Auseinandersetzung bzw. als ein Zugänglich-Machen von künstlerischen
Positionen - seit den 1960er Jahren geprägt haben. Wie haben sich die
Rollen der ProtagonistInnen im Kunstbetrieb und ihre Wege dahin
gewandelt? Die Gesprächsreihe möchte AgentInnen der Moderne,
TalentesucherInnen, MentorInnen zu Wort kommen lassen und den Status Quo
historisch zurückverfolgen.
Im Gespräch mit dem Kunstkritiker Hans-Joachim Müller
wird die Genese der zeitgenössischen Kunstkritik nachvollzogen: Was war
Kritik, parallel zur Entwicklung der Nachkriegsmoderne, welche
organisierende Funktion hat sie in der Gegenwart, wie reagiert sie
auf die schnellen, massenhaften und globalen Verbreitungsmöglichkeiten
durch die Neuen Medien? Und wie beurteilt schliesslich der Kenner
insgesamt die verschwimmenden Hierarchien und Funktionen im Kunstbetrieb
und die Möglichkeiten neuer Netzwerke?
Patricia
Köstring (1967), geboren in München, und Stephan Maier (1963), geboren
in Ingolstadt, führten von 1994 bis 1997 die Münchener Galerie
Köstring/Maier mit Schwerpunkt auf installativen, formal reduzierten
Arbeiten. Patricia Köstring lebt heute als Kulturpublizistin in Wien,
Stephan Maier als Kunstkritiker in Salzburg.
