Dieser Kurs geht vom kunsthistorischen Bild aus, von der Frage, wie es zur Gegenwart in Beziehung steht, was seine Aussage sein kann und was wir gerne hinzufügen möchten. Es dient als Ausgangspunkt und Anregung für die eigene künstlerische Produktion. Das existierende Bild ist zwar abgeschlossen, doch es hat eine Schnittstelle, an der wir es zu einem Dialog einladen können, aus dem die Studierenden ihre Arbeiten entwickeln.
Bildern, dem "Fleisch" der Götter, wurde eine zentrale Funktion für die Kommunikation mit den Menschen zugeschrieben. Auch heute ist Macht untrennbar mit den Medien und ihren Bildern verbunden. Diese Abhängigkeit der Herrschaft von Bildern ist der rote Faden, an dem wir im Lauf des Workshops ziehen werden, um visuelle Korrespondenzen zwischen kunsthistorischen und aktuellen Bildern herzustellen. Diese Auseinandersetzung ist auch wörtlich zu verstehen: Ziel ist es, das Bild in seinen verschiedenen Schichten auseinander zu nehmen, um Platz für Fremdes, die Position der TeilnehmerInnen, zu machen. Dieser Prozess entwickelt sich parallel zur künstlerischen Produktion, Bildern und Installationen, deren Herangehensweise und Methoden in der Gruppe diskutiert werden.
Assistenz: Stefan Heizinger