Susanne Tunn über "Intuition aus Notwehr"
(Michael Kröger)
"Die Techniken des Findens, Sehens und Wartens sind am schwersten zu erlernen, doch besonders wirksam." Für die Bildhauerin Susanne Tunn sind Raum, Zeit, Material und ihre persönlichen körperlichen Möglichkeiten die Eckpunkte, die sie auslotet und von denen ausgehend sie ihre Arbeiten gestaltet. Anhand von einigen konkreten Beispielen wird sie Einblicke in ihre Arbeitsweise geben.
Knut Wold über künstlerische Techniken
Für Knut Wold sind Steinskulpturen Zeichen in der Landschaft und den Städten und beeindruckendurch ihre Klarheit und sensible Monumentalität.Im Mittagsgespräch gibt Knut Wold Einblicke in künstlerische Techniken mit den Materialien Stein und Holz und erzählt von seiner Zusammenarbeit mit der großen französisch-amerikanischen Künstlerin Louise Bourgeois (New York) und dem Schweizer Architekten Peter Zumthor (Pritzker-Preis 2009).
Susanne Tunn und Knut Wold leiten im Programm der Internationalen Sommerakademie 2010 das Steinbildhauersymposion im Kiefersteinbruch, Fürstenbrunn.
In dem bisherigen Werk der Bildhauerin Susanne Tunn findet man stark ortsbezogene Projekte, aber auch Skulpturen, die sich jeglicher Einordnung entziehen. Ihre Arbeitsweise könnte man als eine Art Archäologie beschreiben. Tunns Arbeit mit dem Stein beinhaltet Fragilität, Verletzlichkeit, Stärke und Fragment mit einem Verweis auf einen größeren, unbekannten Zusammenhang. Gleichgültig, ob Susanne Tunn mit extrem großen oder sehr kleinen Formaten arbeitet, immer geht eine starke physische Wirkung davon aus.
Susanne Tunn wurde 1958 in Detmold geboren und studierte an der Universität Bielefeld Kunst und Soziologie, sie lebt in Alfhausen bei Osnabrück.
Gruppenausstellungen
2009-2011 Colossal, Kunst Fakt Fiktion, Kalkriese. 2007 MARTa schweigt, MARTa, Herford.
Publikationen
Susanne Tunn: Kapelle, Artbook-Verlag, Kirchberg 2008.
Susanne Tunn: Tisch für zwei Paare und einen Hund, Alfhausen 2005.
Susanne Tunn: 166 Betten - Peace and Noise, Osnabrück 1998.
Web: www.colossal.de.com
Für Knut Wold sind Steinskulpturen Zeichen in der Landschaft und in den Städten und beeindrucken durch ihre Klarheit und ihre sensible Monumentalität. Er arbeitet als individueller Künstler und organisiert gemeinsam mit anderen verschiedene Projekte. So war er von 1985 bis 2009 Organisator und Teilnehmer des Symposiums Norge, Larvik, Norwegen gemeinsam mit Makoto Fujiwara.
Von 1991 bis 2007 organisierte er Site.specific art projects, Hedemarken, Norwegen mit Wenche Kvalstad Eckhoff und Finn Aage Andersen. Von 1995 bis 2009 war er Konsulent und Kurator des Art Directorate of Public Roads, The National Tourist Routs in Norwegen.
Knut Wold, geboren 1953 in Hamar, Norwegen, lebt in Stange, Norwegen.
