Der Kurs erkundet die spezifischen erzählerischen Potenziale der Malerei und vergleicht diese mit denen von Fotografie, Film oder digitalen Medien, die von der Malerei als Werkzeuge einbezogen werden. Wie können Erzählstrukturen im Einzelbild oder in einer Reihe von Bildern aussehen? Wie kann eine Annäherung an ein Partikel von Realität aussehen? Es geht dabei um die Übersetzung von Dingen, Kontexten oder Erzählsträngen, die - technisch und inhaltlich betreut - in Projekten einzelner oder auch mehrerer TeilnehmerInnen entwickelt werden.
Wie kann sich Malerei mit tagespolitischen Ereignissen und der Gegenwärtigkeit von Geschichte beschäftigen? Weit über das bloße Abbilden gegenwärtiger Begebenheiten hinaus könnte es dabei auch um eine erweiterte Definition des Historienbildes gehen, bei dem eine permanente Überprüfung aktueller Bezüge des Historischen im Heute mitgedacht wird. Gemeint ist ein Realismusdiskurs, der im kontinuierlichen Gespräch in der Gruppe den Kurs begleiten wird, indem er sowohl Blicke auf historische und gegenwärtige Positionen als auch auf technische Fragen wirft.
Assistenz: Nièves Salzmann