What, How & For Whom / WHW

Kunst hat immer Konsequenzen
16.07.2012 – 28.07.2012

  • Art Always Has its Consequences, Ausstellungsansicht, ehemaliges Gebäude des Museum of Contemporary Art, Zagreb, 2010. Im Hintergrund: Mladen Stilinović, Tomorrow, 1975 (2006), Piet Mondrian, Composition in Red, Blue and Yellow, 1983
    Porträtfoto: Arzu Yayintas
    Medium/Medien: kuratorische Praxis
    Ort: Festung Hohennsalzburg

    Sprachen: Englisch, Kroatisch
    Voraussetzungen: Der Kurs ist offen für KünstlerInnen, KuratorInnen und am Kuratieren Interessierte.
    Maximale Anzahl der TeilnehmerInnen: 20

    Der Titel dieses Kurses stammt aus dem konzeptuellen Text Footwriting (1984) des kroatischen Künstlers Mladen Stilinović und verweist auf die Beziehung von Kunst und Realität, aber auch auf die Bedeutung interner Prozesse, durch welche die Kunst auf ihr eigenes Feld beschränkt ist. Der Kurs hinterfragt die zeitgenössische Kunstpraxis sowie den Begriff des Kuratierens aus der Perspektive unterschiedlicher Interventionsmöglichkeiten in bestehende gesellschaftliche, institutionelle und ideologische Strukturen. Während des gesamten Kurses haben die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, Fragen wie die folgenden zu diskutieren: Welche Verantwortung hat die Kunst in Hinblick auf ihre eigenen Verfahren und Grenzen, die Selbstpositionierung von KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen, sowohl im künstlerischen als auch in einem breiteren soziopolitischen Kontext? Wie kann Kunst in lokale Kontexte intervenieren? Welche Grenzen und Möglichkeiten haben solche Interventionen? Welche Möglichkeiten kann eine Ausstellung einer aktivistischen künstlerischen Praxis eröffnen? Welche Rolle kann eine Kunstinstitution in der zeitgenössischen Gesellschaft einnehmen? Können wir eine Ausstellung als offene und kollektive Ressource neu konzipieren?


    Wir werden sowohl historische als auch zeitgenössische künstlerische Positionen erörtern und ihre Beziehung zum Prozess der Konstruktion oder Diskussion kollektiver Identitäten und kultureller Homogenisierung behandeln.


    Die Kurssprache ist Englisch. Es werden Ausstellungen in Salzburg und Umgebung besucht und besprochen sowie aktuelle kuratorische Projekte thematisiert, die das soziale Engagement von Kunst neu definieren. Bei Kursbeginn wird eine Literaturliste vorgelegt, weiters sollte jede/r TeilnehmerIn ein kuratorisches Projekt vorstellen, das in der Gruppe erörtert wird.