Lia Perjovschi benutzt die Zeichnung als Forschungswerkzeug für Timelines und Mindmaps. Für Dan ist sie eine Mischung aus Cartoons, Graffiti und Art-Brut-Ästhetik, die er direkt auf die Museumsarchitektur appliziert. Lia gründete das CAA (Archiv und Zentrum für Kunstanalysen) und verwendet Wissensbestände als Material für Installationen und Kunstprojekte. Dan hat seine Sprache auf elementare Ausdrucksformen reduziert und reist als Reporter um die Welt.
In ihrem Kurs werden die beiden gemeinsam mit den Studierenden das Potenzial des Zeichnens zur Strukturierung des Denkens, seine radikalen, poetischen oder persönlichen Möglichkeiten erkunden. Fanzines, Culturejamming, Wandzeichnungen, der Künstler als Detektiv, künstlerische Intervention, Kunst im öffentlichen Raum, Künstlerbücher sind dabei legitime Strategien. Von der Zeichnung zur Installation, vom zwei- zum dreidimensionalen Raum unternimmt der Kurs eine dreiwöchige Entdeckungsreise in die Kunst - in Form von Gesprächen, praktischer Arbeit und theoretischen Überlegungen.
Aufbauend auf Einzeldiskussionen und Gruppen-Brainstorming funktioniert der Kurs als eine Art Ideenfabrik. Die Behandlung praktischer und theoretischer Probleme erfolgt in Verbindung mit Einzel- und Klassenprojekten.