Die Folgen des Klimawandels sind - gerade in Westeuropa und Nordamerika - nur schleichend zu spüren und dennoch sind sich WissenschaftlerInnen einig, dass durch Ressourcenknappheit in den von Naturkatastrophen und Bürgerkriegen gebeutelten Erdteilen und daraus folgenden Migrationswellen auch das alltägliche Leben in der nordwestlichen Hemisphäre grundlegend verändert wird. Nur, dass weder die Politik noch das Individuum den jeweiligen Möglichkeiten entsprechend darauf reagiert. Worin liegen die Gründe? Warum fehlt das Bewusstsein bzw. die Vorstellungskraft? Vor dem Hintergrund der Fragestellung, wie Kunst auf gesellschaftliche Veränderungen und politische Probleme reagiert, werden an diesem Abend unterschiedliche künstlerische Ansätze präsentiert und ihr Potenzial, im Austausch mit wissenschaftlicher Erkenntnis das Verhältnis zwischen Mensch und Natur in einen überlebensfähigen Ausgleich zu bringen, diskutiert.
Bärbel Hartje (1976), Kulturwissenschaftlerin M. A., Kuratorin. Seit 2011 Direktionsassistentin der Internationalen Sommerakademie Salzburg.
Raimar Stange (1960) arbeitet als freier Kurator, Kunstkritiker und Publizist in Ost-Berlin. Er schreibt für Kunst-Bulletin, Zürich, Art Review, London, Cura, Rom und Spike, Wien. Zahlreiche Ausstellungen zu ”Kunst + Klimawandel“. Bassist im Art Critics Orchestra, Berlin.
Friedrich von Borries (1974) ist Architekt und lehrt
Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule fu?r Bildende
Künste Hamburg. Am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ist er Kurator
fu?r zeitgenössisches Design.
Harald Welzer (1958) ist Soziologe und Sozialpsychologe. Als
Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research in Essen
leitet er zudem Teilprojekte des Forschungsschwerpunkts KlimaKultur am
Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI).